Transference Focused Psychotherapy Institut München
home Kursübersicht 2013 - 2014 F1 - Trauma/Narzissmus
Programm des Transference Focused Psychotherapy Institut M6uuml;nchen
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TFP - Trauma und verschiedene Formen des Narzissmus

30. November/01. Dezember 2013

Es gibt eine Vielzahl von Publikationen zur TFP bei narzisstischen Patienten. In diesem Seminar werden die verschiedenen Persönlichkeitsvarianten narzisstischer Patienten dargestellt. Typische Behandlungskrisen dieser Menschen (narzisstische Krisen bei Trennung und Krankheit, Suizidalität, chronische Entwertung der Therapie und des Therapeuten mit Gefahr des Behandlungsabbruchs, negative therapeutische Reaktion) und die entsprechende Psychodynamik um Neid und Selbstwertthemen werden diskutiert. Der an der TFP orientierte therapeutische Umgang mit spezifischen Gegenübertragungen bei typischen Übertragungsfallen (Wunsch nach und Angst vor Abhängigkeit, Forderung nach dem idealen Objekt und destruktiver Neid darauf etc.) , Berücksichtigung der besonderen Kränkbarkeit und des besonderen Anerkennungswunsches in der Behandlung, Umgang mit Idealisierung und Entwertung und korrespondierendem Druck in der Gegenübertragung) und die Besonderheiten im Setting mit diesen Patienten werden anhand von Fallvignetten und Videobeispielen verdeutlicht und im Rollenspiel eingeübt. Hierzu bieten Gestaltungsbeispiele der Kunsttherapie Einblick in die polare innere Bilderwelt von PatientInnen mit PTPS.

Lange Zeit bestimmten Kontroversen das Verhältnis von TFP und traumatherapeutischen Ansätzen. Inzwischen deutet sich eine Integration der jeweiligen therapeutischen Kompetenz an: Im Seminar werden die sich aus der Trauma-Symptomatik ergebenden konzeptionellen Modifikationen der TFP-Technik erläutert und trainiert: Die Tendenz zur Re-Inszenierung traumatisierender Interaktionsmuster erfordert „trauma-adaptierte“ Techniken in der Arbeit an spezifischen Übertragungs-Gegenübertragungs-Konstellationen. Eine chronische Haltung von Misstrauen, Angst und Hass mit entsprechender emotionaler Abschottung in der Übertragung können in der Gegenübertragung Retter-Impulse, Täter-Impulse und ohnmächtiges Opfererleben wecken – dies birgt Retraumatisierungspotenzial in sich. Spezifische Probleme in der Behandlung der Pat. mit PTBS und desorganisierter Bindung wie „Lähmung“ des Therapeuten bei dringenden Hilfsapellen mit gleichzeitigem Zurückweisen von Hilfe, chronischer Vermeidungshaltung des Pat., Entschädigungsansprüchen mit sekundärem Krankheitsgewinn, Revictimisierungstendenzen, Dissoziationen, Täteridentifikation mit destruktiver Aggression, Selbstschädigung, erfordern eine aktiv klärende, wohlwollend-fördernde, ressourcenorientierte therapeutische Haltung zur Entwicklung eines integrierten Selbst mit „Wehrhaftigkeit“ und konstruktiver Aggression.

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