Transference Focused Psychotherapy Institut München
FOR - Sonderseminar Forensik
Programm des Transference Focused Psychotherapy Institut M6uuml;nchen
Aktuelle Termine:
F2 am 06./07.10.2017

TFP in der Forensischen Psychiatrie

04./05.12.2015

 

In Kooperation mit der Internationalen Assoziation für Forensische Psychotherapie 

Maligner Narzissmus - Antisoziale Persönlichkeitstörung - Psychopathie: Psychodynamik und Behandlungstechnik

(kann gesondert gebucht werden)



Freitag   04.12.2015, 13.00 – 18.00 Uhr
Samstag 05.12.2015, 09.00 – 16.30 Uhr


Kosten: € 250 inklusive Imbiss und Getränke

Gruppentarife für Teilnehmer aus einer Institution nach Vereinbarung möglich



Das Kontinuum vom pathologischen über den malignen Narzissmus und die Antisoziale Persönlichkeitsstörung bis hin zur Psychopathie markiert das schwer zu behandelnde Segment der Persönlichkeitsstörungen in der Forensischen Psychotherapie. Therapeuten und Teams sehen sich hier in besonderer Weise destruktiven Beziehungsmustern und primitiven Abwehrmechanismen wie Spaltung, Idealisierung, Entwertung und Verleugnung ausgesetzt. Die an Werten wie Vertrauen, Offenheit und Authentizität orientierte Behandlerkultur trifft auf toxische Qualität einer Patientenkultur, in der Manipulation, Lüge und Täuschung eine konstitutive Rolle spielen.

Wie kann in einer konstruktiven, wohlwollend-konfrontativen Weise mit diesen Phänomenen umgegangen werden? Wieviel „gesunde Paranoia“ brauchen Therapeuten im Umgang mit dieser Patientengruppe? Wie können die Patienten dieses Kontinuums auf einem strukturellen Niveau diagnostiziert werden? Welche Patienten können und sollten nicht psychotherapeutisch behandelt werden? Welche behandlungstechnischen Möglichkeiten bieten unterschiedliche Methoden wie TFP und MBT? Wie kann die eigene Gegenübertragung für Diagnostik, Therapie und eigene Psychohygiene genutzt werden?

 

Im schon bewährten Format dieser Tagung geschieht die Arbeit an diesen Fragen in einer Abfolge von Kurzvorträgen mit Diskussion und Fallgruppen, in denen die Teilnehmer eigene Fälle und institutionelle Erfahrungen einbringen und die Leiter diese unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen konzeptuellen Vorstellungen mit der Gruppe diskutieren können.


Referenten:

 

Dr. med. Dipl. Psych. Gerhard DammannPsychoanalytiker (DPV, IPA), Spitaldirektor, Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen, Psychiatrische Dienste Thurgau, Schweiz.

 

Dipl.-Psych. Markus G. FeilPsychoanalytiker (DPG, DGPT), Psychotherapeutische Fachambulanz für Gewalt- und Sexualstraftäter, Evangelisches Hilfswerk München gemeinnützige GmbH

 

Dipl.-Psych. Tilman KluttigLeitender Psychologe, Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie des Zentrums für Psychiatrie Reichenau, Konstanz

 

Dr. phil. Dipl.-Psych. Mathias LohmerPsychoanalytiker (DPV, DGPT) und Organisationsberater, Supervisor und Dozent des TFP-Institutes München 

 

Dr. med. Corinna WernzPsychoanalytikerin (DPG), Lehranalytikerin an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München, Supervisorin und Dozentin am TFP-Institut München

 

Literatur: Lackinger, F., Dammann, G., Wittmann, B. (Hrsg.) (2008). Psychodynamische Psychotherapie bei Delinquenz. Stuttgart: Schattauer.



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